Gemeinsinn – das Projekt im Überblick

Das Gemeinsinnprojekt wurde gemeinsam von der Universität Konstanz (Aleida und Jan Assmann) unter Mitarbeit des Institutes für angewandte sozialwissenschaftliche Forschung in Berlin (Günther Hennig) entwickelt und in einem gemeinsamen Antrag der Dr. K. H. Eberle Stiftung in Lörrach im Herbst 2020 vorgestellt, die daraufhin zusagte, das Projekt in der Folge zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren finanziell zu unterstützen. Folgende Gründe sprechen dafür, ein derartiges Projekt unter dem Aspekt der Vermittlung von Gemeinsinn zu entwickeln und umzusetzen:

„Die Herausforderungen sind vielfältig: In Zeiten gestiegener weltweiter Migration (z.B. von Kriegs- oder Klimaflüchtlingen) und erhöhter Mobilität wie Diversität, belasten antidemokratische Tendenzen, autoritärer Populismus, Antisemitismus, Rassismus und ausschließende Diskurse zunehmend das gesellschaftliche Zusammenleben. Die Rede vom ‚gesellschaftlichen Zusammenhalt‘ ist derzeit die meistgebrauchte Formel in der politischen Rhetorik.1

Einen Gesamtüberblick der Projektes und der beteiligten Partner zeigt die folgende Abbildung:

Gesamtüberblick

Was wir unter dem Begriff Gemeinsinn verstehen?

„Gemeinsinn bezieht sich … auf eine Haltung Einzelner, sich immer der Verantwortung gegenüber Anderen, gleich welcher Größenordnung, von der Kleinstfamilie bis zur Menschheit, bewusst zu sein. Gemeinschaftssinn begrenzt diese Haltung auf eine Gemeinschaft, d.h. eine in ihrer besonderen Verbundenheit nach innen sich immer gegenüber den Anderen der Außenwelt abgrenzenden Gruppe. Gemeinsinn kennt keine solche Außenabgrenzung.“ 2

Aleida und Jan Assmann, Universität Konstanz (Homepage): „Der Gemeinsinn ist bedroht und was wir für ihn tun können“

Die Entwicklung und Ausbildung von Gemeinschaftssinn stellt somit unserer Auffassung nach zunächst eine Voraussetzung dar, überhaupt erst darauf aufbauend Gemeinsinn entwickeln und ausbilden zu können. Es geht darum, Grundlagen zu vermitteln:

über sich selbst hinaus an andere(s) denken und fühlen zu können.

Die Möglichkeit, Gemeinschaftssinn zu entwickeln und auszubilden, entsteht quasi im Prozess selbst, wenn in Gruppen gearbeitet wird oder im Bereich des Sports Mannschaften gebildet werden, die meist über längere Zeit zusammen trainieren und Wettkämpfe bestreiten.

Grundsätzlich kann die Ausbildung von Gemeinsinn gefördert werden durch die systematisch aufbauende Vermittlung und Sicherung spezifischer persönlicher, sozialer und kooperativer Kompetenzen. Dieser Weg zur Entwicklung und Ausbildung von Gemeinsinn über die Vermittlung grundlegender Kompetenzen und der darauf fußenden Ausbildung von Gemeinschaftssinn wird im Rahmen von drei unterschiedlichen Projekten beschritten, die sich auf die Ausbildung von Gemeinsinn im Klassenzimmer und im Sport beziehen.

  • GLL – Gemeinsinn im Klassenzimmer (LEOs Welt | GLL)
    (punktuelle Förderung durch die Dr. K. H. Eberle Stiftung)
  • GLLSport – Gemeinsinn im Sportunterricht / Ganztag
    (Förderung durch die Kontakt Stiftung)
  • EVO2LVE – Gemeinsinn im Sport
    (Förderung durch die Kontakt Stiftung)
Die nebenstehenden Abbildung vermittelt einen Überblick

Einzelheiten bezüglich der einzelnen Projekte werden in den entsprechenden Bereichen dieser Homepage erläutert (dazu den Links oben folgen).

Es werden Einblicke in die entwickelten Materialien gegeben, die auch zum Teil abgerufen werden können. Ebenso wird auf Fortbildungsmöglichkeiten vor Ort, online-Seminare, Podcasts und Videos hingewiesen.

Wir sind im Rahmen der konkreten Projektinitiierung, -gestaltung und -durchführung grundsätzlich bestrebt, von Beginn an Partner für die zu gestaltenden Prozesse zu gewinnen, um das Projekt nach den ersten Anfangsimpulsen durch unser Institut gemeinsam mit den gewonnenen Partnern weiter zu entwickeln, auszugestalten und umzusetzen.

Sehen Sie abschließend erste Gedanken zum Projektmanagement für den Teilbereich „Gemeinsinn im Sport“:

Gemeinsimm im Sport

1 Aus: Universität Konstanz – Homepage „Der Gemeinsinn ist bedroht und was wir für ihn tun können“ (Aleida und Jan Assmann)

2 ebenda

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